Curriculum

Psychotraumatologie, Traumatherapie, Traumaberatung und Traumapädagogik
mit Erwachsenene, Kindern und Jugendlichen

 

 

Fortbildungscurriculum (7teilig) am EZI Berlin mit Lutz Besser, PD Dr. med. Karl Heinz Brisch (Gastdozent) u.a.

 

Was

In den einzelnen Blöcken des Curriculums wird theoretisch und praktisch aufgezeigt und geübt, wie nach neuen Erkenntnissen ressourcenorientiert u. traumazentriert in Einzeltherapie sowie Familien- und Paartherapie ambulant und stationär posttraumatische Störungen und die daraus resultierenden Probleme effektiv behandelt werden können.

Das Curriculum wird die Teilnehmer mit den Grundlagen und Konzepten der modernen, wissenschaftlich fundierten
- Psychotraumatologie,
- Neurobiologie, Bindungs- und Stressforschung,
- Traumapsychotherapie (Klinik, Diagnostik, Behandlung)
- Traumaberatung/ -behandlung und Gesprächsführung
vertraut machen.

Inhalte werden multimedial, didaktisch klar und anschaulich vermittelt und durch Videobeispiele, Rollenspiele und „Live-Arbeit" praxisnah demonstriert. In Selbsterfahrungsepisoden sollen die Erkenntnisse anschließend erprobt werden. Das traumazentrierte Konzept der Behandlung posttraumatischer Störungen und Persönlichkeitsveränderungen wird an echten Therapiebeispielen erläutert.
Die veränderte Stress- u. Informationsverarbeitung und Gedächtnisfunktion sowie emotionale und körperliche Reaktionsmuster nach traumatischen Erlebnissen bedarf multidimensionaler therapeutischer Interventionen. Deshalb werden in dem 4-phasigen traumazentrierten Psychotherapie- und Beratungsmodell KReST tiefenpsychologische, behaviorale, imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken zur Symptomreduktion und Heilung von psychischen Problemen, Symptomen und Persönlichkeitsstörungen genutzt.

 

 

Wofür

Teilnahmebescheinigungen für jedes Modul u. das Curriculum

 

zptn-EZI-Zertifikate:

  1. »Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie«
    (für approbierte Psychotherapeuten)
  2. »Psychotraumatologie und Traumatherapie«
    (für Nicht-Approbierte bei Nachweis einer mehrjährigen qualifizierten Fortbildung in einem anerkannten Therapieverfahren incl. Selbsterfahrung, z.B. systemische Familientherapie, Gestalttherapie, Weiterbildung in Ehe- Familien- und Lebensberatung oder IFB-Weiterbildung)
  3. »Psychotraumatologie / Traumafachberatung / Traumapädagogik«
    (Abschlusszertifikat nach Modulen 1-6)
  4.  

Für eine Zertifizierung gilt als Voraussetzung neben dem beruflichen Status:

  • Intervision / Peergruppenteilnahme:
    Mindestens 7 Termine
  • Gruppensupervision bei ausgebildetem Traumasupervisor:
    Gruppe A. und B.: 30 Stunden, Gruppe C.: 20 Stunden
  • Eigene Fallpräsentationen
  • Abschließende Fallberichte (3 bis 5 Seiten):
    Gruppe A. und B.: 3 Fallberichte, Gruppe C.: 2 Fallberichte
  • Video über Traumakonfrontation mit Screentechnik (nur Gruppen A., B.)

 

 
Wann

Modul 1: 19.07. 10.00 h bis 21.07.2010 - 17.00 h

Modul 2: 19.11. 10.00 h bis 21.11.2010 - 17.00 h

Modul 3: 03.02. 10.00 h bis 05.02.2011 - 17.00 h

Modul 4: 13.05. 10.00 h bis 15.05.2011 - 17.00 h

Modul 5: 31.10. 10.00 h bis 02.11.2011 - 17.00 h

Modul 6: 21.01. 22.01.2012 (PD. Dr. med. K. H. Brisch)

Modul 7: 09.02. 10.00 h bis 11.02.2012 - 17.00 h

 

Modul 1: 19.07. - 21.07.2010
Einführung und Überblick

  • Geschichte der Psychotraumatologie
  • Allgemeine und spezielle Psychotraumatologie
  • Neurophysiologie von Stress- u. Traumaverarbeitung, Gedächtnisbildung, »Neuroplastizität«
  • Bindung und entwicklungspsychologische Aspekte
  • Einführung in Diagnostik u. Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen
  • Das vierstufige KReST™-Modell der traumazentrierten Psychotherapie
  • Traumatherapie: Methodenüberblick

 

Modul 2: 19.11.- 21.11.2010
Diagnostik, Stabilisierung und Ressourcenmobilisierung

  • Ergänzung der Grundlagen
  • Störungssuche und diagnostische Kriterien
  • Vom sicheren äußeren Ort zum sicheren inneren Ort
  • Stabilisierung und Ressourceninstallation, Imagination („meditative" & „dialogische" Form)
  • Ressourcenmobilisierung und Stabilisierungstechniken für Kinder mit kreativen Mitteln (Imaginationsübungen, Malen, Geschichten erzählen, Spielen, Gestalten)
  • Distanzierungstechniken: Dissoziationsstopp, Reorientierung, Containment, „Notfallliste/Notfallkoffer"
  • Praktikum: Übungen und Selbsterfahrung in Dreiergruppen

 

Modul 3: 03.02.- 05.02.2011
Ressourcenentwicklung, Stabilisierung (Fortsetzung)

  • Stresscoping und Selbstregulation (Fortsetzung)
  • Positive Life-Events als Ressourcen-Technik
  • Screen-Technik zur Ressourceninstallation (KReST™-Modell)
  • Selbsterfahrungs- und Trainingseinheit
  • Entwicklung von therapeutischen Trauma-Erzählgeschichten für Kinder und Jugendliche
  • Testdiagnostische Instrumente
  • Einführung in systemische Aspekte der Traumatherapie

 

Modul 4: 13.05.-15.05.2011
Komplexe Störungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern

  • Einführung in Phänomenologie, Klinik und Diagnostik dissoziativer Symptome und Persönlichkeitsstörungen (komplexe PTBS/DESNOS, Ego-State-Disorder, Borderline-Stör.,
    DDNOS und DIS/“multiple Persönlichkeitsstörungen“ als komplexe posttraumatische Störungen)
  • Einführung in die Arbeit auf der „inneren Bühne“ mit dem »inneren Team« bzw. »Ego-State-Therapie«
  • Spezifische Behandlungsansätze bei dissoziativen Identitätsstörungen im Kindes- und Jugendalter
  • Trauma in der Familie durch innerfamiliäre Gewalt, Vernachlässigungen, sexuelle Ausbeutung und Misshandlung, Täter-Opfer- und Familiendynamik
  • Gewalt, sexuelle Ausbeutung, organisierte und rituelle Formen sexueller Misshandlungen

 

Modul 5: 31.10.- 02.11.2011
Traumabearbeitung/-konfrontation und -synthese (Überblick)

  • Einführung in die Traumabearbeitung, Traumakonfrontation und -synthese
  • Akut- und Monotraumata
  • Traumatogramme und Therapieplanung
  • Biographiearbeit, „Circle of Influence“ und die eigene Traumalandkarte
  • Einführung in Screen-/Bildschirm-Technik nach dem (KReST™-Modell):
    Traumabearbeitung durch Traumasynthese und Integration von Bild, Affekt, Körpererinnerung und Kognition

 

Modul 6: 21.01.2012 - 22.01.2012

  • Trauma und Bindung (PD Dr. Karl-Heinz Brisch)
  • Bindungstheorie und Forschung
  • Bindungsmuster und Bindungsstörungen
  • Trauma, Bindungsstörungen und die Folgen bei Kindern und Erwachsenen
  • Psychodynamisch-bindungsorientierte Therapie
  • Das S.A.F.E.-Modell (Sichere Ausbildung für Eltern)
  • Praktikum: Übungen und Selbsterfahrung in Dreiergruppen

 

Modul 7: 09.02.- 11.02.2012
Traumabearbeitung/-konfrontation und -synthese (Aufbaukurs)

  • Traumasynthese mit Screentechnik (KReST™) - Fortsetzung, Live- u. Videodemonstration inkl. Praktikumstag mit Training und Selbsterfahrung (zu eigenen traumatischen Erfahrungen) in der Therapeuten-, Klienten- u. Beobachterrolle
  • Verschiedene therapeutische Konzepte (u.a. „was ist EMDR?“)
  • Dieses Modul ist für approbierte PsychotherapeutInnen und TherapeutInnen ohne Approbation mit nachweislicher mehrjähriger abgeschlossener anerkannter Therapiefortbildung konzipiert. Curriculumsteilnehmer aus den anderen Berufsgruppen sind zwecks Selbsterfahrung (Beobachter- und Klientenrolle) herzlich willkommen
   
Wo Ev. Zentralinstitut für Familienberatung gGmbH
Auguststrasse 80, 10117 Berlin
Tel. 030/28395-270
Fax: 030/28395-222
e-mail: korth@ezi-berlin.de
Internet: www.ezi-berlin.de
   
Wie viel Kursgebühr: € 360,-- pro Modul

 

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