Was |
In den einzelnen Blöcken des Curriculums wird theoretisch und praktisch aufgezeigt und geübt, wie nach neuen Erkenntnissen ressourcenorientiert u. traumazentriert in Einzeltherapie sowie Familien- und Paartherapie ambulant und stationär posttraumatische Störungen und die daraus resultierenden Probleme effektiv behandelt werden können.
Das Curriculum wird die Teilnehmer mit den Grundlagen und Konzepten der modernen, wissenschaftlich fundierten
- Psychotraumatologie,
- Neurobiologie, Bindungs- und Stressforschung,
- Traumapsychotherapie (Klinik, Diagnostik, Behandlung)
- Traumaberatung/ -behandlung und Gesprächsführung
vertraut machen.
Inhalte werden multimedial, didaktisch klar und anschaulich vermittelt und durch Videobeispiele, Rollenspiele und „Live-Arbeit" praxisnah demonstriert. In Selbsterfahrungsepisoden sollen die Erkenntnisse anschließend erprobt werden. Das traumazentrierte Konzept der Behandlung posttraumatischer Störungen und Persönlichkeitsveränderungen wird an echten Therapiebeispielen erläutert.
Die veränderte Stress- u. Informationsverarbeitung und Gedächtnisfunktion sowie emotionale und körperliche Reaktionsmuster nach traumatischen Erlebnissen bedarf multidimensionaler therapeutischer Interventionen. Deshalb werden in dem 4-phasigen traumazentrierten Psychotherapie- und Beratungsmodell KReST™ tiefenpsychologische, behaviorale, imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken zur Symptomreduktion und Heilung von psychischen Problemen, Symptomen und Persönlichkeitsstörungen genutzt. |
Wofür |
Teilnahmebescheinigungen für jedes Modul u. das Curriculum
zptn-EZI-Zertifikate:
- »Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie«
(für approbierte Psychotherapeuten)
- »Psychotraumatologie und Traumatherapie«
(für Nicht-Approbierte bei Nachweis einer mehrjährigen qualifizierten Fortbildung in einem anerkannten Therapieverfahren incl. Selbsterfahrung, z.B. systemische Familientherapie, Gestalttherapie, Weiterbildung in Ehe- Familien- und Lebensberatung oder IFB-Weiterbildung)
- »Psychotraumatologie / Traumafachberatung / Traumapädagogik«
(Abschlusszertifikat nach Modulen 1-6)
Für eine Zertifizierung gilt als Voraussetzung neben dem beruflichen Status:
- Intervision / Peergruppenteilnahme:
Mindestens 7 Termine
- Gruppensupervision bei ausgebildetem Traumasupervisor:
Gruppe A. und B.: 30 Stunden, Gruppe C.: 20 Stunden
- Eigene Fallpräsentationen
- Abschließende Fallberichte (3 bis 5 Seiten):
Gruppe A. und B.: 3 Fallberichte, Gruppe C.: 2 Fallberichte
- Video über Traumakonfrontation mit Screentechnik (nur Gruppen A., B.)
|
| Wann |
Modul 1: 19.07. 10.00 h bis 21.07.2010 - 17.00 h
Modul 2: 19.11. 10.00 h bis
21.11.2010 - 17.00 h
Modul 3: 03.02. 10.00 h bis
05.02.2011 - 17.00 h
Modul 4: 13.05. 10.00 h bis
15.05.2011 - 17.00 h
Modul 5: 31.10. 10.00 h bis
02.11.2011 - 17.00 h
Modul 6: 21.01. 22.01.2012 (PD. Dr. med. K. H. Brisch)
Modul 7: 09.02. 10.00 h bis
11.02.2012 - 17.00 h
Modul 1: 19.07. - 21.07.2010
Einführung und Überblick
- Geschichte der Psychotraumatologie
- Allgemeine und spezielle Psychotraumatologie
- Neurophysiologie von Stress- u. Traumaverarbeitung, Gedächtnisbildung, »Neuroplastizität«
- Bindung und entwicklungspsychologische Aspekte
- Einführung in Diagnostik u. Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen
- Das vierstufige KReST™-Modell der traumazentrierten Psychotherapie
- Traumatherapie: Methodenüberblick
Modul 2: 19.11.- 21.11.2010
Diagnostik, Stabilisierung und Ressourcenmobilisierung
- Ergänzung der Grundlagen
- Störungssuche und diagnostische Kriterien
- Vom sicheren äußeren Ort zum sicheren inneren Ort
- Stabilisierung und Ressourceninstallation, Imagination („meditative" & „dialogische" Form)
- Ressourcenmobilisierung und Stabilisierungstechniken für Kinder mit kreativen Mitteln (Imaginationsübungen, Malen, Geschichten erzählen, Spielen, Gestalten)
- Distanzierungstechniken: Dissoziationsstopp, Reorientierung, Containment, „Notfallliste/Notfallkoffer"
- Praktikum: Übungen und Selbsterfahrung in Dreiergruppen
Modul 3: 03.02.- 05.02.2011
Ressourcenentwicklung, Stabilisierung (Fortsetzung)
- Stresscoping und Selbstregulation (Fortsetzung)
- Positive Life-Events als Ressourcen-Technik
- Screen-Technik zur Ressourceninstallation (KReST™-Modell)
- Selbsterfahrungs- und Trainingseinheit
- Entwicklung von therapeutischen Trauma-Erzählgeschichten für Kinder und Jugendliche
- Testdiagnostische Instrumente
- Einführung in systemische Aspekte der Traumatherapie
Modul 4: 13.05.-15.05.2011
Komplexe Störungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
- Einführung in Phänomenologie, Klinik und Diagnostik dissoziativer Symptome und Persönlichkeitsstörungen (komplexe PTBS/DESNOS, Ego-State-Disorder, Borderline-Stör.,
DDNOS und DIS/“multiple Persönlichkeitsstörungen“ als komplexe posttraumatische Störungen)
- Einführung in die Arbeit auf der „inneren Bühne“ mit dem »inneren Team« bzw. »Ego-State-Therapie«
- Spezifische Behandlungsansätze bei dissoziativen Identitätsstörungen im Kindes- und Jugendalter
- Trauma in der Familie durch innerfamiliäre Gewalt, Vernachlässigungen, sexuelle Ausbeutung und Misshandlung, Täter-Opfer- und Familiendynamik
- Gewalt, sexuelle Ausbeutung, organisierte und rituelle Formen sexueller Misshandlungen
Modul 5: 31.10.- 02.11.2011
Traumabearbeitung/-konfrontation und -synthese (Überblick)
- Einführung in die Traumabearbeitung, Traumakonfrontation und -synthese
- Akut- und Monotraumata
- Traumatogramme und Therapieplanung
- Biographiearbeit, „Circle of Influence“ und die eigene Traumalandkarte
- Einführung in Screen-/Bildschirm-Technik nach dem (KReST™-Modell):
Traumabearbeitung durch Traumasynthese und Integration von Bild, Affekt, Körpererinnerung und Kognition
Modul 6: 21.01.2012 - 22.01.2012
- Trauma und Bindung (PD Dr. Karl-Heinz Brisch)
- Bindungstheorie und Forschung
- Bindungsmuster und Bindungsstörungen
- Trauma, Bindungsstörungen und die Folgen bei Kindern und Erwachsenen
- Psychodynamisch-bindungsorientierte Therapie
- Das S.A.F.E.-Modell (Sichere Ausbildung für Eltern)
- Praktikum: Übungen und Selbsterfahrung in Dreiergruppen
Modul 7: 09.02.- 11.02.2012
Traumabearbeitung/-konfrontation und -synthese (Aufbaukurs)
- Traumasynthese mit Screentechnik (KReST™) - Fortsetzung, Live- u. Videodemonstration inkl. Praktikumstag mit Training und Selbsterfahrung (zu eigenen traumatischen Erfahrungen) in der Therapeuten-, Klienten- u. Beobachterrolle
- Verschiedene therapeutische Konzepte (u.a. „was ist EMDR?“)
- Dieses Modul ist für approbierte PsychotherapeutInnen und TherapeutInnen ohne Approbation mit nachweislicher mehrjähriger abgeschlossener anerkannter Therapiefortbildung konzipiert. Curriculumsteilnehmer aus den anderen Berufsgruppen sind zwecks Selbsterfahrung (Beobachter- und Klientenrolle) herzlich willkommen
|